Schwangerschaft

Gesundheit & Vorsorge

Schwangerschaft · Familienguide

Gesundheit & Vorsorge in der Schwangerschaft

Vorsorgeuntersuchungen, Ernährung in der Schwangerschaft und Nährstoffbedarf für dich und dein Baby – nach offiziellen Empfehlungen für Österreich und Deutschland.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Vorsorge: In Österreich fünf verpflichtende Eltern-Kind-Pass-Untersuchungen (Voraussetzung für volles Kinderbetreuungsgeld). In Deutschland regelmäßige Termine plus drei Ultraschall-Screenings.
  • Energiebedarf: Erst ab der 13. Schwangerschaftswoche zusätzlich rund 250 kcal pro Tag, ab der 28. SSW insgesamt 500 kcal mehr (Quelle: gesundheit.gv.at).
  • Pauschal supplementieren: Nur Folsäure (400 µg/Tag) und Jod (100–150 µg/Tag). Eisen oder Vitamin D nur bei ärztlich festgestelltem Mangel.
  • Risiko-Lebensmittel meiden: Alkohol komplett, rohe tierische Produkte (Listeriose-/Toxoplasmose-Schutz), Quecksilber-Raubfische, Energy Drinks. Koffein bis 200 mg pro Tag laut EFSA tolerierbar.

Eine Schwangerschaft verändert vieles – auch die Anforderungen an Vorsorge und Ernährung. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft sind die zentralen Säulen für die Gesundheit von Mutter und Kind. Dieser Guide fasst die wichtigsten Empfehlungen offizieller österreichischer und deutscher Behörden zusammen – kompakt, fachlich belegt und für den Alltag verständlich.

Vorsorgeuntersuchungen in Österreich und Deutschland

Während der Schwangerschaft hast du Anspruch auf regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, die in einem persönlichen Dokument festgehalten werden. In Österreich ist das der Eltern-Kind-Pass (bis 2024 als Mutter-Kind-Pass bezeichnet), in Deutschland der Mutterpass. Diese Untersuchungen dienen der Früherkennung von Risiken für Mutter und Kind und sind in beiden Ländern für Versicherte kostenlos.

Österreich

Der Eltern-Kind-Pass umfasst fünf verpflichtende Untersuchungen während der Schwangerschaft bei einer Ärztin oder einem Arzt mit Kassenvertrag. Zusätzlich sind eine Hebammen-Beratung sowie ein psychosozialer Beratungstermin vorgesehen.

Die Untersuchungen werden in der 8.–10., 17.–20., 25.–28. und 30.–34. sowie 35.–38. Schwangerschaftswoche durchgeführt (Richtwerte).

5 Untersuchungen · KBG-relevant
Deutschland

Der Mutterpass dokumentiert regelmäßige Termine alle vier Wochen, ab der 32. Schwangerschaftswoche alle zwei Wochen. Insgesamt sind das rund 10 bis 12 Untersuchungen.

Zusätzlich umfasst die Schwangerenvorsorge nach den Mutterschafts-Richtlinien des G-BA drei Ultraschall-Screenings (9.–12., 19.–22. und 29.–32. SSW).

10–12 Termine · 3 Ultraschall

Wichtig für das Kinderbetreuungsgeld in Österreich

Alle fünf Eltern-Kind-Pass-Untersuchungen der Schwangeren sowie fünf weitere des Kindes bis zum 15. Lebensmonat sind in Österreich Voraussetzung für das volle Kinderbetreuungsgeld. Ohne rechtzeitigen Nachweis wird das KBG ab dem 25. Lebensmonat um die Hälfte gekürzt (§ 24c KBGG).

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Energiebedarf – wie viel mehr essen?

Der Mythos „Essen für zwei” hält sich hartnäckig – ist aber fachlich überholt. Der zusätzliche Kalorienbedarf in der Schwangerschaft ist deutlich geringer, als viele glauben. Wichtiger als die Menge ist die Qualität der Lebensmittel.

Konkret laut Gesundheitsportal Österreich

  • 1. Trimester (1.–12. SSW): Kein zusätzlicher Energiebedarf. Die normale Ernährung reicht aus.
  • 2. Trimester (13.–27. SSW): Durchschnittlich +250 kcal pro Tag.
  • 3. Trimester (ab 28. SSW): Insgesamt +500 kcal pro Tag (plus 250 kcal zusätzlich zum 2. Trimester).

250 kcal entsprechen in etwa einem Apfel und einer Buttermilch (0,5 Liter) oder einem Stück Vollkornbrot mit einer Scheibe Schinken und etwas Käse. Der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen steigt allerdings deutlich stärker als der Energiebedarf – darum geht es im nächsten Abschnitt.

Empfohlene Gewichtszunahme

Bei einem normalgewichtigen Ausgangsgewicht (BMI 18,5–24,9) liegt die wünschenswerte Gewichtszunahme über die gesamte Schwangerschaft bei etwa 11–16 kg. Bei Übergewicht weniger, bei Untergewicht mehr. Die Werte sind Richtwerte – die individuelle Empfehlung gibt deine Ärztin oder dein Arzt.

Die wichtigsten Nährstoffe in der Schwangerschaft

Der Bedarf an bestimmten Nährstoffen steigt während der Schwangerschaft deutlich an – teils um mehr als 50 Prozent. Die folgenden Nährstoffe sind besonders wichtig. Die Angaben basieren auf den offiziellen D-A-CH-Referenzwerten (Deutschland, Österreich, Schweiz) und den Handlungsempfehlungen des Netzwerks Gesund ins Leben.

Folsäure
400 µg/Tag Supplement

Folsäure ist entscheidend für die Entwicklung des Neuralrohrs in den ersten Schwangerschaftswochen. Ein Mangel erhöht das Risiko für Neuralrohrdefekte (offener Rücken). In Österreich sind jährlich etwa 70 bis 80 Kinder betroffen.

Empfehlung: 400 µg synthetische Folsäure als Supplement, idealerweise bereits vier Wochen vor einer geplanten Schwangerschaft bis zum Ende des ersten Trimesters.

Quelle: BfR – Jod, Folat/Folsäure und Schwangerschaft (2021)

Jod
100–150 µg/Tag Supplement

Jod ist essentiell für die Schilddrüsenhormone, die wiederum die geistige und körperliche Entwicklung des Kindes – insbesondere des Gehirns – steuern. Österreich und Deutschland gelten weiterhin als Jodmangelgebiete.

Empfehlung: 100–150 µg Jod als Supplement zusätzlich zur normalen Ernährung mit jodiertem Speisesalz, Seefisch und Milchprodukten.

Quelle: Netzwerk Gesund ins Leben (2021); Verbraucherzentrale

Eisen
Nur bei Mangel Bluttest

In der Schwangerschaft wird bis zu 40 Prozent mehr Blut gebildet, der Eisenbedarf steigt entsprechend. Gleichzeitig setzt die Monatsblutung aus – Eisen wird also auch eingespart.

Empfehlung: Keine pauschale Supplementierung. Bei den Vorsorgeuntersuchungen wird der Eisenstatus geprüft. Eisenpräparate nur nach ärztlicher Verordnung bei nachgewiesenem Mangel.

Quelle: BfR; Verbraucherzentrale; Netzwerk Gesund ins Leben

Omega-3 (DHA)
200 mg/Tag Fisch oder Supplement

Die langkettige Omega-3-Fettsäure DHA (Docosahexaensäure) ist wichtig für die Entwicklung von Gehirn und Sehfunktion des Kindes.

Empfehlung: 1–2 Portionen fettreicher Seefisch pro Woche (Lachs, Hering, Makrele aus risikoärmeren Quellen) decken den Bedarf. Wer keinen Fisch isst, sollte 200 mg DHA als Supplement einnehmen.

Quelle: Netzwerk Gesund ins Leben (2021)

Vitamin D
Individuell Ärztliche Beratung

Vitamin D wird zum Großteil durch Sonneneinstrahlung in der Haut gebildet. In den Wintermonaten oder bei wenig Aufenthalt im Freien kann ein Mangel entstehen.

Empfehlung: Eine generelle Supplementierung wird in der Schwangerschaft nicht pauschal empfohlen. Bei Verdacht auf Mangel kann der Vitamin-D-Spiegel ärztlich überprüft und gezielt ausgeglichen werden.

Quelle: BfR; Netzwerk Gesund ins Leben

Calcium
1.000 mg/Tag Ernährung

Calcium ist wichtig für Knochen und Zähne von Mutter und Kind. Der Bedarf in der Schwangerschaft entspricht dem nicht-schwangerer Frauen, eine Pauschalsupplementierung ist nicht erforderlich.

Empfehlung: Drei Portionen Milchprodukte pro Tag (Milch, Joghurt, Käse aus pasteurisierter Milch) sowie calciumreiches Mineralwasser und grünes Gemüse decken den Bedarf.

Quelle: ÖGE / D-A-CH-Referenzwerte

Welche Supplemente sind sinnvoll?

Der Markt für Schwangerschafts-Vitaminpräparate ist groß – viele Produkte enthalten ein breites Spektrum an Vitaminen und Mineralstoffen. Offizielle Stellen wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das Netzwerk Gesund ins Leben und die Verbraucherzentrale sind in ihrer Empfehlung jedoch zurückhaltend.

Pauschal empfohlen werden nur zwei Nährstoffe

  • Folsäure: 400 µg pro Tag, idealerweise vier Wochen vor der Schwangerschaft bis Ende des ersten Trimesters.
  • Jod: 100–150 µg pro Tag während der gesamten Schwangerschaft und Stillzeit.

Alles andere: individuell prüfen lassen

Eisen, Vitamin D, Vitamin B12, Zink oder DHA sollten nicht pauschal eingenommen werden. Bei den Vorsorgeuntersuchungen werden kritische Nährstoffe wie Eisen labordiagnostisch kontrolliert. Eine Überdosierung kann auch ungünstige Nebenwirkungen haben.

Vegetarische und vegane Ernährung

Wer sich vegetarisch ernährt, sollte – wie alle Schwangeren – Folsäure und Jod supplementieren und auf eine ausreichende Eisen- und B12-Versorgung achten. Vegan lebende Schwangere benötigen laut Netzwerk Gesund ins Leben zwingend gezielte Supplemente (insbesondere Vitamin B12, DHA, Jod) und sollten eine qualifizierte Ernährungsberatung in Anspruch nehmen.

Empfohlene Lebensmittel in der Schwangerschaft

Eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft basiert auf den allgemeinen Empfehlungen einer gesunden Mischkost – mit besonderem Fokus auf nährstoffdichte Lebensmittel. Die Österreichische Gesellschaft für Ernährung (ÖGE) empfiehlt täglich drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst.

Diese Lebensmittel sind besonders wertvoll

Mit fachlicher Begründung – wofür welcher Lebensmittel-Gruppe wichtig ist.

  • Grünes Gemüse & Hülsenfrüchte
    Spinat, Brokkoli, Linsen, Bohnen – natürliche Folat- und Eisenquellen.
  • Vollkornprodukte
    Brot, Nudeln, Reis aus Vollkorn – Ballaststoffe, B-Vitamine, langanhaltende Sättigung.
  • Milchprodukte aus pasteurisierter Milch
    Joghurt, Topfen, Hartkäse – Calcium, Eiweiß, Jod (besonders bei jodiertem Salz in Produkten).
  • Durchgegarter Fisch
    Lachs, Hering, Makrele 1–2x/Woche für Omega-3 (DHA) und Jod.
  • Hart gekochte Eier
    Hochwertiges Eiweiß, Cholin, B-Vitamine. Wichtig: vollständig durchgegart.
  • Nüsse & Samen
    Walnüsse, Mandeln, Leinsamen – ungesättigte Fettsäuren, Magnesium, pflanzliche Omega-3.
  • Frisches Obst
    Gut gewaschen – Vitamin C unterstützt die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Quellen.
  • Durchgegartes Fleisch
    Rind, Geflügel, Schwein – gut erhitzt liefert hochwertiges Eisen und B12.

Trinken nicht vergessen

Empfohlen werden mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag, idealerweise Wasser, Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees. Ab dem letzten Trimester eine zusätzliche Portion einplanen.

Lebensmittel, die du meiden solltest

In der Schwangerschaft verändert sich das Immunsystem. Listerien und Toxoplasmen sind für gesunde Erwachsene meist harmlos, können aber über die Plazenta auf das ungeborene Kind übergehen und schwere Komplikationen auslösen. Manche Lebensmittel sind außerdem aus anderen Gründen problematisch.

Wegen Listeriose- und Toxoplasmose-Risiko

Rohe tierische Lebensmittel
  • Rohmilch & Rohmilchkäse
    Erkennbar an der Kennzeichnung „mit Rohmilch hergestellt”.
  • Weichkäse mit Edelschimmel
    Camembert, Brie, Gorgonzola – auch geschmierter Käse (Tilsiter, Quargel) und Käserinden generell.
  • Rohes oder medium-gegartes Fleisch
    Steak rare, Tatar, Carpaccio, rohes Faschiertes.
  • Rohwurst & roher Schinken
    Salami, Mettwurst, Landjäger, Selchfleisch, Schinkenspeck.
  • Roher und geräucherter Fisch
    Sushi, Sashimi, Räucherlachs, Graved Lachs, Matjes, Austern.
  • Rohe oder weich gegarte Eier
    Spiegelei, Rührei wachsweich, Tiramisu, Mousse au chocolat, selbstgemachte Mayonnaise.
  • Abgepackte Schnittsalate
    Bieten ideale Vermehrungsbedingungen für Listerien.
  • Rohe Sprossen und Keimlinge
    Vor dem Verzehr ausreichend erhitzen.

Wegen Quecksilber-Belastung

Raubfische mit hohem Quecksilbergehalt

Hai, Schwertfisch, Heilbutt, Hecht, Marlin, Königsmakrele, Butterfisch und Thunfisch (in größeren Mengen). Methylquecksilber kann das fetale Nervensystem schädigen.

Quelle: AGES – Quecksilber in Fisch; BfR-Stellungnahme 047/2023.

Wegen toxischer Wirkung auf das Ungeborene

Alkohol – strikt vermeiden

Alkohol passiert die Plazenta ungehindert und wirkt als Zellgift auf das ungeborene Kind. Besonders empfindlich ist das sich entwickelnde Nervensystem. Bleibende Schädigungen werden unter dem Begriff Fetales Alkoholsyndrom (FAS) beziehungsweise Fetale Alkoholspektrumstörungen (FASD) zusammengefasst. Es gibt keine als sicher geltende Menge.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA); Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen.

Mit Maß: Koffein

Hohe Koffeinmengen & Energy Drinks

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stuft eine Koffeinzufuhr bis 200 mg pro Tag als sicher ein – das entspricht etwa zwei Tassen Filterkaffee. Energy Drinks sollten wegen weiterer Inhaltsstoffe wie Taurin und Inosit, deren Wirkung in der Schwangerschaft nicht ausreichend erforscht ist, gemieden werden. Auch chininhaltige Getränke (Tonic Water, Bitter Lemon) sind nicht empfehlenswert.

Quelle: EFSA – Scientific Opinion on the Safety of Caffeine; Netzwerk Gesund ins Leben.

Hinweis zur Toxoplasmose-Übertragung

Toxoplasmen werden nicht nur über rohes Fleisch übertragen, sondern auch über Katzenkot, Erde und ungewaschenes Gemüse. Während der Schwangerschaft sollte das Reinigen der Katzentoilette wenn möglich anderen überlassen werden, und bei Gartenarbeit empfehlen sich Handschuhe.

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Hygiene-Regeln in der Küche

Listerien und Toxoplasmen werden durch ausreichende Hitze zuverlässig abgetötet. Mit sechs einfachen Hygiene-Regeln senkst du das Risiko einer lebensmittelbedingten Infektion deutlich.

  1. Hände gründlich waschen Vor und nach jeder Lebensmittelzubereitung sowie nach Kontakt mit rohem Fleisch, Fisch oder Eierschalen.
  2. Auf 70 °C Kerntemperatur erhitzen Fleisch, Geflügel und Fisch sollten für mindestens zwei Minuten bei mindestens 70 °C im Kern erhitzt werden. Bei dieser Temperatur werden Listerien und Toxoplasmen sicher abgetötet.
  3. Getrennte Schneidebretter verwenden Für rohes Fleisch und Fisch ein eigenes Brett benutzen, das anschließend heiß abgewaschen wird. Kreuzkontamination vermeiden.
  4. Im Kühlschrank auftauen Tiefkühlware niemals bei Zimmertemperatur auftauen, sondern bei unter 5 °C im Kühlschrank. Tauflüssigkeit entfernen, ohne andere Lebensmittel zu berühren.
  5. Kühlkette einhalten Den Kühlschrank auf 4 °C einstellen. Angebrochene Lebensmittel rasch verbrauchen. Fischkonserven nach dem Öffnen umfüllen und innerhalb von 1–2 Tagen aufbrauchen.
  6. Käserinden abschneiden, Streukäse frisch reiben Käserinden grundsätzlich entfernen. Reibekäse direkt vor dem Verzehr selbst frisch reiben – nicht abgepackt geriebenen kaufen.

Häufige Fragen

Welche Nährstoffe muss ich in der Schwangerschaft pauschal supplementieren?

Offizielle Empfehlungen (BfR, Netzwerk Gesund ins Leben, Verbraucherzentrale) lauten: Pauschal sollten Schwangere Folsäure (400 µg pro Tag) und Jod (100 bis 150 µg pro Tag) als Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Andere Nährstoffe wie Eisen oder Vitamin D nur dann, wenn ein Mangel ärztlich festgestellt wurde.

Wie viele Vorsorgeuntersuchungen gibt es in Österreich?

In Österreich umfasst der Eltern-Kind-Pass fünf verpflichtende Untersuchungen während der Schwangerschaft. Diese sind Voraussetzung für das volle Kinderbetreuungsgeld. Ohne rechtzeitigen Nachweis aller fünf Untersuchungen wird das KBG ab dem 25. Lebensmonat gekürzt.

Wie viel mehr muss ich in der Schwangerschaft essen?

Laut Gesundheitsportal Österreich steigt der Energiebedarf erst ab der 13. Schwangerschaftswoche um circa 250 kcal pro Tag. Ab der 28. SSW kommen weitere 250 kcal hinzu, in Summe also 500 kcal mehr. Im ersten Trimester ist kein zusätzlicher Energiebedarf gegeben. Wichtiger als die Menge ist die Qualität der Lebensmittel.

Welche Lebensmittel sind in der Schwangerschaft strikt verboten?

Strikt zu meiden sind: Alkohol jeder Menge, rohe tierische Lebensmittel (Rohmilchkäse, Tatar, Sushi, geräucherter und gebeizter Fisch, Rohwurst, rohe Eier) sowie Quecksilber-reiche Raubfische wie Hai, Schwertfisch, Heilbutt oder Königsmakrele. Hintergrund sind das Risiko von Listeriose, Toxoplasmose, Salmonellose, Quecksilber-Belastung und das Fetale Alkoholsyndrom (FAS).

Wie viel Koffein ist in der Schwangerschaft erlaubt?

Die EFSA stuft eine Koffeinzufuhr bis 200 mg pro Tag in der Schwangerschaft als sicher ein. Das entspricht etwa zwei Tassen Filterkaffee. Energy Drinks sollten wegen weiterer Inhaltsstoffe wie Taurin komplett gemieden werden, ebenso chininhaltige Getränke wie Tonic Water oder Bitter Lemon.

Weiter im Familienguide

Im nächsten Kapitel erfährst du alles über Mutterschutz, Wochengeld, Karenz und welche Behördengänge vor der Geburt anstehen.

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